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Minister Backhaus muss handeln: Anpassungen beim Wolfsmanagement jetzt!

Die Junge Union Mecklenburg-Vorpommern sieht bei der in den letzten Wochen geführten Diskussion um den Wolf klare Defizite beim Landwirtschaftsminister Till Backhaus:

„Was wir jetzt benötigen, ist eine Linie beim Umgang mit dem Wolf in unserem Bundesland. Eine neue Wolfsverordnung muss neben den Maßnahmen zur Vergrämung auch die Voraussetzungen definieren, die zu einer zügigen sowie gezielten Entnahme von Wölfen führt. Dabei sind diejenigen Tiere zu benennen, die sich wiederholt bewohntem Gebiet nähern und ein problematisches Verhalten gegenüber Nutz- und Weidetieren zeigen. Wir sehen es bisher als unzureichend an, wenn der Landwirtschaftsminister zwei Wolfsmanager ernennt und ausschließlich auf Präventionsmaßnahmen sowie den Ist-Zustand verweist“, so Georg Günther, Landesvorsitzender der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern.

Günther führt weiter aus: „Die Haltung von Weidetieren gilt in Mecklenburg-Vorpommern als elementarer Bestandteil und ökologisch vorteilhafteste Form der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Weidetierhalter produzieren hochwertige Lebensmittel und betreiben aktiv Landschaftspflege sowie Deichschutz. Dies dient dem Erhalt unserer Kulturlandschaften. Während das heimische Damwild vertrieben wird, steigt die Zahl der Übergriffe auf Weidetiere und damit die Ausgaben von Steuergeldern für Entschädigungs- und Präventionszahlungen. Die bislang eingeführten Schutzmaßnahmen des zuständigen Ministers stellen die Weidetierhalter aufgrund der großen Flächen vor eine enorme zeitliche Belastung. Gleichzeitig bieten diese Maßnahmen keinen vollständigen Schutz, da die Wölfe sich anpassen.“

„Die gesamte Diskussion muss ohne jegliche Ideologie und ohne Scheuklappen geführt werden. Für ein aktives Wolfsmanagement ist ein Populationsmodell nach wissenschaftlichen Standards zu erstellen. Dieses sollte auf der Grundlage von Reproduktionsraten den tatsächlichen Zuwachs an Wölfen im Land ermitteln. Aus diesen Zahlen ergibt sich eine Quote, wie viele Wölfe im Zuge von Schutzjagden aus der Population entnommen werden dürfen, ohne die Bestandsentwicklung zu gefährden. Weiterhin gilt es, konkrete gesetzliche Voraussetzungen zu definieren, die eine Genehmigung einer Schutzjagd rechtfertigen. Für die Entnahmen ist anschließend eine Erfolgskontrolle durchzuführen und zu dokumentieren, um dem EU-Artenschutzrecht der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu entsprechen. Den Wolf müssen gleichermaßen Vollschongebiete, beispielsweise auf ehemaligen Truppenübungsplätzen, ermöglicht werden“, beschreibt Günther abschließend.

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