Aktuelles Pressemitteilung

Deutschlandtag in Dresden: Merkel geht auf JU zu / Wolfsübergriffe müssen abgewehrt werden

Dieses Wochenende (6. bis 8. Oktober) tagte der Deutschlandtag der Jungen Union Deutschlands in Dresden. Die Junge Union Mecklenburg-Vorpommern war mit einer Delegation von über 20 Delegierten und Gästen vor Ort und diskutierte die Zukunftsfragen Deutschlands und Europas. Dominierendes Thema war die Auseinandersetzung mit dem Wahlergebnis der Christdemokraten bei der Bundestagswahl. Unter anderem konnte auch die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Dr. Angela Merkel als Gast der Jungen Union in Dresden begrüßt werden. 

 

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern und Landtagsabgeordnete Franz-Robert Liskow:

„Wir freuen uns sehr, dass die Kanzlerin die Forderung der Jungen Union nach einem Sonderbundesparteitag zur Bundestagswahl unterstützt. Es ist wichtig, dass wir einen möglichen Koalitionsvertrag in der Partei breit diskutieren und eventuelle Ängste nehmen. Das stärkt am Ende eine neue Bundesregierung, unsere Bundestagsfraktion und damit auch Angela Merkel. Ein weiteres wichtiges Signal ist die angekündigte personelle Erneuerung von Regierung, Partei und Fraktion.

Ich wünsche mir, dass auch neue und junge Gesichter mehr Verantwortung übernehmen können und wir uns somit schon dieses Jahr für die Zukunft breit aufstellen können“, so Liskow am Ende des Deutschlandtags in Dresden.

 

Wolfsübergriffe auch Thema auf den Deutschlandtag in Dresden

Auf Initiative der ostdeutschen Bundesländer wurde auch das Thema Wolf auf dem Deutschlandtag in Dresden diskutiert. Angesichts der stark zunehmenden und unkontrollierten Ausbreitung des Wolfs in ganz Deutschland bedarf es neben der Prävention und dem Ausgleich von Schaden durch Wolfsübergriffe genauerer Regelungen im Umgang mit dem Wolf.

Wir fordern daher:

  1. gleichberechtigte Einbeziehung der Interessen von Landwirten, Nutztierhaltern und Jägern beim Wolfsmanagement unter naturschutzfachlichen Aspekten
  2. Anpassung des Schutzstatus des Wolfs von Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie durch konkrete Initiativen der Bundesregierung gegenüber der EU-Kommission, um wirklich ein praxistaugliches Wolfsmanagement etablieren zu können, ohne den günstigen Erhaltungszustand der Art zu gefährden
  3. Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht, wobei Wolfsvollschongebiete (z.B. ehemalige Truppenübungsplätze) von den Ländern festgelegt sowie Schon- und Jagdzeiten von Bund und Ländern geregelt werden
  4. unbürokratische Entscheidungswege bei der Entschädigung von Landwirten und Nutztierhaltern sowie klare Regelungen bei der Entnahme von Problemwölfen auch außerhalb der Jagdzeiten, etwa dann, wenn Herdenschutzmaßnahmen überwunden werden, die einem definierten Mindeststandard entsprechen – wo dieser Mindestschutz bereits erstmalig überwunden wird, müssen Entnahmen möglich sein.

„Derzeit leben mehr als 600 Wölfe in Deutschland – die Tendenz ist steigend. Bereits für das Jahr 2026 prognostizieren renommierte Zoologen einen Bestand von 4000 Wölfen, dabei sind Jäger und Weidetierhalter schon heute angesichts der unzähligen Wolfsübergriffe auf ihre Nutztiere überfordert. Gleiches trifft auch auf die finanziellen Mehrbelastungen zu, welche den Nutztierhaltern trotz staatlicher Förderung entstehen. In einer Kulturlandschaft wie der unseren sind jedoch gerade die legitimen Nutzungsinteressen genau dieser Betroffenen hinsichtlich der Akzeptanz des Wolfs maßgeblich. Maßnahmen zur Prävention, wie etwa elektrische Wolfszäune, erwiesen sich nicht nur als kostspielig, sondern auch als vielerorts ineffektiv. Stattdessen erfolgt weiterhin eine ungebremste Ausbreitung des Wolfs auf Kosten unzähliger Weidetiere sowie vieler wild lebender Arten“, so Franz-Robert Liskow, MdL.

Beschlüsse des Deutschlandtages 2017 in Dresden

Dresdner Erklärung

 

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